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Aktuelle Meldung



18.09.2006 - Kategorie: Aktuelles (Startseite)

»Gut und gerne lutherisch bleiben«




Auf Einladung des Bischöflichen Ordinariats Regensburg nahm der Präsident des Martin-Luther-Bundes, Oberkirchenrat i.R. Dr. Claus-Jürgen Roepke, am 12. September 2006 in Regensburg an einer Begegnung mit Papst Benedikt XVI. teil.

Zum Abschluss des Regensburg-Tages der Bayernvisite des Papstes fand im Dom eine ökumenische Vesper statt, vor und nach der es auch zu kurzen Begegnungen mit Gästen aus der »Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bayern«, der Orthodoxie und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern kam.



Die Predigt in der Vesper hielt der bayrische lutherische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich. Roepke würdigte dies und andere Gesten am Rande des Papstbesuches als Bemühungen Benedikt XVI. um eine atmosphärische Verbesserung der lutherisch-katholischen Beziehungen. Viele Gläubige im Dom hätten allerdings bedauert, dass die Gemeinde keinen einzigen Choral habe singen dürfen. Roepke: »Den Liturgen im Vatikan ist offenbar unbekannt, dass es in den Gesangbüchern der beiden Kirchen in Deutschland weit über 100 ökumenische Lieder gibt«.

 

Zum Besuch im Ganzen erklärte Roepke, Lutheraner könnten manchen Äußerungen des Papstes durchaus beipflichten, etwa seiner eindringlichen Einladung zum Glauben an Jesus Christus. Es wäre allerdings naiv gewesen, bei diesem Besuch in Bayern grundsätzliche und weiterführende Aussagen des Papstes zum ökumenischen Miteinander zu erwarten. »Da bewegt sich bis auf weiteres nichts und wir sollten darum auch weiterhin gut und gerne lutherisch bleiben«.