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Aktuelle Meldung



08.01.2024 - Kategorie: ELKRAS

Abschied von Propst Manfred Brockmann




Bereits vor Weihnachten ist am 15. Dezember 2023 im Alter von 86 Jahren in Wladiwostok der frühere Pastor und Propst Manfred Brockmann verstorben.

Bereits 1992 war Manfred Brockmann als Pastor aus Deutschland nach Wladiwostok in den Fernen Osten Russlands gekommen. Dort sammelte er eine evangelisch-lutherische Gemeinde, hielt die ersten Gottesdienste auf der Kirchentreppe vor der in sowjetischen Zeiten als Marineartilleriemuseum zweckentfremdeten Kirche.



Abschied und Trauer am offenen Sarg – nach russischer (östlicher) Tradition

Manfred Brockmann beim Kirchentag 2005 in Hannover

Mit schier unermüdlicher Ausdauer und Hartnäckigkeit setzte er sich für die Rückgabe der Pauluskirche, ihre Renovierung und Ausstattung ein. Ein umfangreiches, vielfältiges kulturelles Angebot kennzeichnete den Aufbau des Gemeindelebens.

Nicht nur als Pastor begleitete er das Gemeindeleben und öffentliche Leben, auch als Musiker, Komponist und zeitweise als Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Wladiwostok.

Als Propst sammelte er die über Tausende Kilometer weit verstreuten Gemeinden in der Propstei Ferner Osten von Tschita bis Magadan und Wladiwostok.

Im Ruhestand blieb er in Wladiwostok, kümmerte sich, solange es seine Kräfte zuließen, um das kulturelle Programm der Gemeinde und warb mit Nachdruck im In- und Ausland für die anhaltende Unterstützung der lutherischen Gemeinden im Fernen Osten.

Der Trauergottesdienst und die Beisetzung fanden, wie von ihm gewünscht, unter ökumenischer Anteilnahme in Wladiwostok statt. Ein Gedenkgottesdienst in Deutschland wurde am 6. Januar 2024 in Berlin gefeiert.

Der Martin-Luther-Bund dankt Gott für das jahrzehntelange segensreiche Wirken des jetzt Entschlafenen, trauert mit der Familie, den Gemeindegliedern und allen Gemeinden des Fernen Ostens.

Nach Materialien der Kanzleien der ELKUSFO und der ELK