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Martin-Luther-Bund
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Aktuelle Meldung



19.05.2021 - Kategorie: ELKRAS

UKRAINE: Eine erfreuliche Nachricht




Die erneuerte DELKU ist endlich registriert! Am Montag, den 18. Mai 2021, schrieb die Kirchenleitung der DELKU: »Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass die Exekutive und Judikative des Staates Ukraine das Recht der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine (DELKU) anerkannt haben, die Einhaltung der Kirchensatzung unabhängig zu kontrollieren und die Kirchenverwaltung zu leiten. Alle rechtlichen Hindernisse wurden beseitigt, und der Rechtsstreit um die Führung der DELKU ist beendet.«



Bischof Pavel Shvarts – Bild: DELKU

Die Kirchenleitung der DELKU (aufgenommen im Kirchenzentrum in Charkov, in der Mitte Bischof Pavel Shvarts, rechts daneben Pastor Alexander Gross, Präsident der Synode – Bild: DELKU

Die Kirchenleitung fährt fort: »In diesem Zusammenhang haben die Behörden in das staatliche Register eingetragen, dass der Leiter der Kirchenverwaltung (Episkopat) der DELKU Pavel Shvarts ist, der in Übereinstimmung mit dem Kirchenstatut in diese Position gewählt wurde.

Pavel Shvarts hat nun die rechtliche Befugnis, als Leiter der DELKU die Beziehungen zwischen Kirche und Staat wahrzunehmen.

Es sei daran erinnert, dass Pavel Shvarts nach seiner Wahl durch die Synode vom Vorsitzenden des Bischofsrates des Bundes Evangelisch-Lutherischer Kirchen, Bischof Alexander Scheiermann, unter Beteiligung der Bischöfe der lutherischen Kirchen in Georgien, Polen, der Slowakei, Ungarn und Kirgistan und in Anwesenheit zahlreicher internationaler Gäste und anderer christlicher Konfessionen am 30. November 2019 in Kiew in sein Amt eingeführt wurde. Die Erhebung von Pavel Shvarts in das Amt des Bischofs wurde bereits damals vom Lutherischen Weltbund anerkannt.«
Quelle: » DELKU

 

Anmerkung: Die Situation ist für die Gemeinden und Gläubigen der DELKU zwar jetzt besser, aber lange noch nicht gut. Der bereits 2018 abgewählte frühere Bischof S. Maschewski hatte über mehrere Jahre hinweg zahlreiche Gemeindeglieder vertrieben, Gemeinden rechtswidrig ausgeschlossen, Eigentum der Kirche (u.a. Dienstwagen und Wohnungen der Kirche) beschlagnahmt und verkauft. Nun gilt es, die Verfügung über die Konten der Kirche zu erlangen, weiteren wirtschaftlichen Schaden vor der Kirche abzuwenden, die Kontrolle über die Immobilien (v.a. auch über das Kirchenzentrum in Odessa) zurückzugewinnen und zu verhindern, dass durch Korruption (wofür es in der Vergangenheit mehr als deutliche Hinweise gab) die jetzt gut gefundenen juristischen Entscheidungen wieder gedreht werden. Die DELKU braucht weiter Unterstützung, Hilfe, Fürbitte und Gebet, damit der Neuanfang fortgesetzt werden kann.