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Aktuelle Meldung



22.02.2013 - Kategorie: ELKRAS

ELKRAS/ELKUSFO: Gemeindeleben in Wladiwostok




Von Propst Brockmann in Wladiwostok erreichten uns zwei Berichte, die Sie und uns teilhaben lassen am Gemeindeleben im Fernen Osten:



Pauluskirche Wladiwostok beging wieder den Tag der Bekehrung des Paulus

Jedes Jahr sorgt unsere Nelly dafĂĽr, dass wir am 25. Januar den Tag der Bekehrung des Paulus, Namenspatrons unserer Pauluskirche, feiern. Einmal haben wir das sogar in einer kleinen AuffĂĽhrung dargestellt (siehe www.luthvostok.com vom 3. 3. 2011). Auch diesmal hatte Nelly wieder eine kleine Ausstellung gemacht.

Wir hatten eine besinnliche Feierstunde, in der wir uns vor Augen zu fĂĽhren versuchten, was fĂĽr ein Mensch Paulus war und ist. Sehr halfen uns dabei die beiden Autobiographien des Paulus in Philipper 3,4–14 und in Galater 1,13–24. Philipper 3 zeigt, wie entschieden und total die Bekehrung des Paulus war. Galater 1 macht deutlich, wie ernst er sie nahm: Nach seiner Bekehrung prĂĽfte er sich erst drei Jahre in Arabien (wahrscheinlich wie Moses und Jesus in der WĂĽste), bevor er mit vollem Selbstbewusstsein auftrat, (siehe seine »Visitenkarten« in Gal 1,1 und Röm 1,1-5).

Beeindruckt hat uns auch die Bescheidenheit dieses groĂźen Intellektuellen (Phil 3,12: »Nicht dass ich es schon ergriffen habe …« und 1 Kor 13,12: »Jetzt erkenne ich’s stĂĽckweise, dann aber werde ich erkennen, gleich wie ich erkannt bin«).

Ăśber allem aber steht die Ernsthaftigkeit und Hingabe dieses Gotteseiferers, die ihn vor wie auch gleichermaĂźen nach seiner Bekehrung kennzeichnet, sein »Eifer« fĂĽr die Sache Gottes (Phil 3,6; Röm 10,2). Paulus – als suchender und dann total hingegebener, »begeisterter« Mensch – uns näher als Jesus, der immer so nah bei Gott war, weil er von Gott kommt.

Unser Traum ist, dass beide Gestalten, Jesus Christus und Paulus in unserer Pauluskirche einmal eine Abbildung rechts und links an den Wänden neben dem Altar haben.

Nelly Sadowa , die Veranstalterin unserer Paulus-Tage, ist Mathematikdozentin und möchte jetzt auch Theologie studieren.

Manfred Brockmann,
Pastor an der Pauluskirche zu Wladiwostok,
4. 2. 1013

 

 

Dieses Jahr konnte Wladiwostok wieder das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der Pauluskirche hören – und sogar zweimal!

Dies ist nun schon das achte Mal, dass wir unserer Stadt dieses klassische Werk lutherischer  Frömmigkeit vorstellen. Die Pauluskirche war am 1. und 3. Februar bis auf den letzten Platz besetzt.

Da das Oratorium ja auf Deutsch gesungen wurde, lasen wir das Evangelium, die Geschichte der Geburt unseres Heilands Jesus Christus auf Russisch. Die Menschen waren sehr beeindruckt und lernten ein gutes StĂĽck lutherischer Kirche kennen.

Alle sangen und musizierten mit  Hingebung. Es war ein wunderbarer Abend.

Die Pauluskirche ist nicht nur schön, sondern hat auch eine großartige Akustik, sicherlich die beste in unserer Stadt.

Allen Sponsoren, besonders unseren Organisten aus Deutschland, ganz herzlichen Dank!

Das Weihnachtsoratorium lieĂź uns auch hören, dass die ersten Musikanten die Engel waren, eben die, welche den Hirten auf dem Felde singen: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen« (Lukas 2,14).

Manfred Brockmann,
Pastor an der Pauluskirche zu Wladiwostok,
4. 2. 2013.